
Ja wo genau fang ich denn da an? Damit, dass ich mir gerne einen
eigenen Zuchtkater wünschte? Und mein Mann unbedingt einen
seal point Kater haben wollte? Oder damit, dass wir uns fast dusslig
gesucht haben, bis wir einen seal point Kater gefunden haben?
Das irre an der Geschichte ist, dass wir Picasso bis zu dem Zeitpunkt
als er bei uns ankam, nie gesehen hatten!!! Und doch passt er
perfekt in unsere Katzengruppe, hat sich wunderbar und frech eingefügt
und ist charakterlich ein Sonnenschein. Er hat einen umwerfenden
Charakter und scheint Kinder zu lieben. Nicht nur unseren David,
auch Besuchskinder kuschelt er sofort und ohne Umschweife an.....
Picasso wurde von Monika Penski gezüchtet und hat ganz tolle
Ahnen in seinem Stammbaum. Sein Grossvater ist auch Tosja's Grossvater,
somit hoffe ich, dass wir mit der Linienzucht die Augen- und Fellfarben
gut hervorbringen können. Ausserdem haben alle Katzen ganz
verschmuste Charaktere, so dass wir mit Sicherheit sehr menschen
bezogene Katzenkinder kriegen müssten. Natürlich nicht
wir :-) sondern unsere Katzen...
Nun lebt Picasso schon zwei Monate bei uns und wir haben den
Kauf keinen einzigen Tag bereut. Was musste der auch durchmachen?
Einziehen, sieben fremde Katzen, drei fremden Menschen UND ein
Hund???? Und eine Woche später schon in eine neue Heimat
umziehen? Aber mit Garten, oh ist das toll, wenn man draussen
im Gras rumspielen kann, Käfer fangen, mit der Sonne spielen
und sich im grössten Staubhaufen aalen....
Ich bin ja schon gespannt wie ein Flitzebogen auf den ersten
Wurf! Zusammen mit Tosja können nun ALLE Farben fallen, das
wird ein heiteres Rätselraten, was für Farben fallen.
Hier ein paar erste Bilder von Picasso....


26. Juni 2007: Picasso ist tot - Überfahren….
Nachdem wir unseren Garten ausbruchsicher eingezäunt hatten,
alle Schlupflöcher zugemacht, alle Katzen den Zaun respektiert
UND akzeptiert hatten….wir dachten uns wirklich auf der
sicheren Seite!
Findet dieser dumme Kater ein Schlupfloch… nicht mal unser
Ausbrecherkönig, Spike, seines Namens Bauernkater hat Schlupflöcher
gefunden!
Haut vorgestern Abend ab….
Gestern Abend reg ich mich so auf, weil er noch nicht wieder
aufgetaucht ist, dass ich beschlossen hatte, heute mach ich einen
Termin ab fürs kastrieren (wollte ich sowieso, er war in
letzter Zeit einfach zu doll auf Hormone, zu unruhig, das gefiel
mir nicht mehr, ausserdem wäre sowieso Pause gewesen bei
den Damen bis in den Herbst) ironisch oder?
Fahr ich heute morgen ausnahmsweise mit dem Auto (sonst immer
mit dem Fahrrad, da fahr ich einen anderen Weg) und seh ihn liegen.
An einer sehr übersichtlichen Stelle, sozusagen mitten auf
der Strasse! Im Dorf, eigentlich 50, aber frühmorgens kann
'man’ ja Gas geben. Ich behaupte, wäre ‚man’
50 gefahren, hätte 'man’ Kater gesehen! Wäre ich
früher aufgestanden und mit dem Auto gefahren, wäre
er vielleicht noch am Leben, dann hätte der oder die Fahrerin
langsamer fahren müssen wegen mir. Picasso war noch ganz
warm, als ich ihn gefunden und aufgehoben habe! Nicht mal angehalten
hat man, zum Kater auf die Seite zu legen, oder zu gucken ob er
noch lebt. Totfahren und weiter fahren *schimpf*
Dieser dumme kleine Kater, so unter Hormone *seufz* und irgendwie
ahnte ich gestern Abend schon fürchterliches. Normalerweise
kam er IMMER nach Hause (ist uns ja ohne Zaun vorher schon einige
Male abgehauen)! Und wenn sie so stromern, dann wird es gefährlich,
egal ob Kater oder Kastrat! Das weiss ich leider aus Erfahrung…..
Nun hat Roger ihn in unserem Garten begraben, mit Sicht auf den
Berg, damit er immer in die Weite gucken kann *heul* und als ich
zur Arbeit fuhr, begleitete mich ein riesig, dicker Regenbogen!
*heul*
Dich vergessen wir nie Picasso, vor allem in deiner eigenen Art
wie du mit David, unserem Sohn umgegangen bist. Das war einmalig
und wird es immer sein. Auch als Deckkater warst du einmalig,
ein Kater der mit den Zuchtkatzen und den Kastraten friedlich
zusammenlebt - und nicht markiert! Einen grösseren Glücksfall
gibt es schon gar nicht. Dazu warst du souverän in deiner
Art und hast dich nie gross auf Streitigkeiten eingelassen..ach
Picasso, was machen wir nur ohne dich?
Zum Nachdenken....
Der kleine rote Kater blieb plötzlich stehen. Hinter ihm
spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander
und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor
ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy.
Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte,
sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte
er hinein. Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den
Wellen fort. "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht
in Ordnung?" Der kleine rote Kater drehte sich um. Eine Dame
stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen.
Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem Wasser. "Das
muss ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier
sein".
Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte
sich wieder darin.
"Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muss ein Irrtum
sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein". Die freundliche
Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte
in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es
war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau
dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing
er fast gegen seinen Willen zu schnurren an. "Ich fürchte,
es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine
Mommy weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame.
Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß
der Dame.
"Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen
zu hören. Und auch Daddy ist traurig". "Aber sie
wussten von Anfang an, dass dies geschehen würde". "War
ich denn krank?" Das überraschte den kleinen roten Kater.
Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft
zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets
nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell
er gewachsen war. "Nein, sie wussten nicht, dass Du krank
warst", sagte die freundliche Dame. "Aber dennoch wussten
sie, dass sie die Tränen gewählt hatten". "Nein,
das taten sie nicht", sagte der kleine rote Kater. "Wer
würde schon Tränen wählen?" Sanft küsste
die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm
und geliebt - aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy.
"Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte
die Dame.
Der kleine rote Kater sah auf und sah die anderen Tiere näher
kommen. Katzen - Sascha, Pumi, Stempfel, Baby und viele andere
auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary
, Sweetie, Kamatta und Obie. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan.
Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster
namens Odo. Ja sogar ein Pony Namnes Charly. Alle legten sich
erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu
ihr auf. Sie lächelte und begann:
"Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel
und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel
brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und
ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen
Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles
mehr. "Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,",
sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben".
"Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das
ist gerade, was wir brauchen".
"Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte
ihnen der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen
Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben", meinten
sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie
lieben".
Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus
und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. "Ihr könnt
diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen, dass
ihr sie liebt." Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen
hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer
ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel. "Ihr
habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel.
Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Sie
wissen, dass wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie
lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden."
So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte
ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum Lieben",
erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den
Menschen.
"Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der
Oberengel. Aber bald waren sie wieder zurück. "Menschen
kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören
sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen."
Der große Engel schüttelte den Kopf.
"Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem
zufrieden sein, was ich euch gegeben habe."
Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und
sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster
und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. "Was
ist mit denen?" riefen sie. Aber der Oberengel schob sie
vom Fenster weg. "Das sind Gefühlstrainer", sagte
er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System."
"Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte
einer. "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend.
"Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer.
"Ja", erwiderte der große Engel. "Werden
sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie. "Nein",
gestand der große Engel. "Sie werden euch für
immer lieben." "Dann sind sie genau das, was wir uns
wünschen", riefen die kleinen Engel. Aber der Oberengel
war sehr aufgeregt.
"Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr
müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung
reinigen und immer für sie sorgen." "Das tun wir
gerne", riefen die kleinen Engel.
Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen
die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte
sich in den Augen der Tiere.
"Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel,
"es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie
lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren,
und manche halten länger!" Aber das kümmerte die
kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen
an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie
fast zersprangen.
"Wir haben unsere Chance!" riefen sie.
"Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum
letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste
von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird
sein, durch ihren Verlust zu leiden!" Die kleinen Engel betrachteten
die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer:
"Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die
Liebe, die sie uns geben." Der Oberengel sah ihnen nach und
schüttelte den Kopf.
"Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte
er.
"Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche
Dame. "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn
sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie
eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen."
Der kleine rote Kater setzte sich auf.
"Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt.
"Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert
ist." "Oh", sagte der kleine Kater und starrte
wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy,
weinend. "Wird sie jemals aufhören zu weinen?"
Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel.
Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie
besonders." Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ
das Wasser von ihren Fingern tropfen.
"Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne
enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all
dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine
Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch
ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit
wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und
sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz
wieder für einen neues Kätzchen öffnen." "Aber
dann wird sie eines Tages wieder weinen!"
Die Dame lächelte ihn an und stand auf. "Aber sie wird
auch wieder jemanden lieb haben. Daran wird sie denken".
Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan
genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. "Sieh nur, die Schmetterlinge
kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?"
Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine rote Kater wollte
seine Mommy noch nicht verlassen.
"Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche
Dame nickte.
"Du wirst in den Augen jeder Katze sein, die sie ansieht.
Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze hören, die sie
streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft,
wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und
bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit
sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest."
"Das gefällt mir", sagte der kleine rote Kater
und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr
Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen
war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre.
"Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es
ist schon okay, wenn Du weinst".
Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen.
"Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde
immer bei Dir sein, das verspreche ich."
Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.....
Autor unbekannt