und da wären noch unsere anderen Miezen


Gerne möchte ich euch hier unsere Katzenschar vorstellen. Als ich noch Zuhause wohnte war mein grösster Wunsch eine Katze, doch leider akzeptierte dies mein Vater damals nicht. Naja, wenigstens einen Wellensittich durfte ich halten und den habe ich viele Jahre heiss geliebt.

Nachdem ich meine Lehre beendet habe, zog ich endlich in eine eigene Wohnung und die erste Katze liess nicht lange auf sich warten, es war Sascha, ein grau-weisser Kater, ein waschechter Bauernkater. Leider wurde Sascha gerade mal nur 5 Jahre alt, ich musste ihn einschläfern, weil es ihm immer schlechter ging. Eigentlich weiss ich bis heute nicht, was nun der wirkliche Grund war.

Sascha blieb nicht lange alleine, fand ich doch tatsächlich (wie sich erst später herausstellte) eine russisch-blau, oder Kartäuserkatze. Der kleine Kater war keine acht Wochen alt, ziemlich unterernährt und verlaust. Ich habe mich sofort in diese Schönheit verliebt und so hatte ich eine zweite Katze den ich Pumi nannte. Diesen Kater liebte ich heiss und innig, er war mein grosses Schmusemonster und später auch Stempfels grosse Liebe. Auch Pumi verlor ich unter mysteriösen Umständen, er wurde immer magerer und schleppte sich am Ende nur noch durchs Leben bis wir ihn erlöst haben....solche Verluste treffen mich immer besonders hart, wenn ich nicht weiss - warum.....

Irgendwie zog ich solche Katzen an, denn als ich bei meinem nächsten Ausritt im Schwarzwald durch den Wald ritt, hörte ich ein jämmerliches Geschrei und fand schon wieder eine Katze - Prinzessin (Zessi) wurde sie getauft. Zessi blieb jedoch nicht solange bei mir, leider konnte sie es nicht akzeptieren, dass sie nicht alleine war und fing an, alles zu markieren. Eigentlich verhielt sie sich eher wie ein Kater, als wie eine Dame. Sie fand dann bei einer lieben Freundin ein zuhause bei ihr wurde Zessi sagenhafte 19 Jahre alt!

Und dann, ich weiss eigentlich gar nicht mehr warum, stand ich bei einer Dame im Wohnzimmer (sie hatte mehrere Katzen bei einem Bauern vor deren sicheren Tod gerettet) und an meiner Hose kletterte ein kleines Etwas rauf. Eine kleine grau-weisse Dame, sehr scheu und sehr zierlich - mein Stempfel. Stempfel durchlebte sehr viele Jahre mit mir, unglückliche und sehr glückliche, sie begleitete mich fast mein halbes Leben, nämlich 16 Jahre, bevor ich sie 2003 wegen fortgeschrittener Niereninsuffizienz einschläfern lassen musste. Sie war so tapfer und zeigte erst kurz vor ihrem Tod deutliche Symptome. Ich vermisse sie sehr!

Momentan (Stand 2005) leben sieben Katzen bei uns, gerne stelle ich euch diese nachfolgend vor:

Baby (weil sie Stempfels Baby war), geb. April 1990. Sie ist eine Tochter von Stempfel. Sie ist unsere Schnurrmaschine, so laut und lang anhaltend wie Baby schnurrt keine andere Katze! Sie hat die vermutlich kleinsten Ohren und einen Rattenschwanz. Ihre Spezialität? Sich während unserer Ferien draussen rumzutreiben und aus lauter Protest nicht mehr nach Hause zu kommen, bis wir auch wieder da sind....aber mittlerweilen ist Baby doch auch schon etwas gesetzter und vernünftiger, sie bleibt brav daheim. Dafür legt sie sich mit Vorliebe nachts neben unsere Ohren und knattert uns dann in aller Lautstärke zu.

 

Sam (eigentlich Samurai, weil er so scharfe Krallen hat), geb. April 1993, wurde mir von Roger mitgebracht, weil ich so sehr nach Pumi trauerte. Er ist ebenfalls ein Bauernkater, aber irgendwas edles versteckt sich da noch. Wir tippen auf einen Maine Coone Kater, warum? Guckt euch Sam an und entscheidet selber. Er ist ein sehr liebevoller Kater, und verträgt sich wunderbar mit allen anderen. Er ist ein Freigänger und braucht täglich seinen Auslauf....wobei auch seine Schmusezeiten sehr intensiv sein können, vor allem wenn wir abends gemütlich vor dem Fernseher sitzen. Gerne gesellt sich Sam dann dazu und lässt sich ausgiebig verwöhnen!

 

Ramses (unser König), geb. Juli 1994. Hier hat sich einer meiner Träume erfüllt. Schon seit ich weiss, dass es Katzen gibt, wollte ich eine Siamesin. Und dann? Klagte eine Arbeitskollegin, dass ihre Siamkatze schwanger wäre (ungewollt) und sie nicht wüsste, was mit den Jungen machen, sofort bot ich mich an - und so kamen wir zu unserem Siamkater, der heute als Thai-Siamkatze gilt. Er ist unser Spassvogel, immer zu Gesprächen bereit. Und Roger's grosser Liebling, obwohl es ja eigentlich 'meine' Katze war. Tja, so ist das im Leben.......

Ramses und Baby sind übrigens unsere Stubenhocker! Sie geniessen unseren riesigen Fenstersims (den man fast als Katzenbalkon betiteln könnte) und sonnen sich dort gerne, aber raus? Nein danke...wir bleiben lieber drinnen.

Eines Tages, beim ausreiten, hörte ich ein seltsames Geräusch. Irgendwie tönte es wie ein herzzerreissendes Miauen. Bloss, woher kam das? Da waren Wiesen, eine Strasse - und - ein Bach. Ich ritt mit Bahadur Richtung Bach und tatsächlich, es wurde immer lauter und klagender und dann sah ich sie! Ein kleines schwarzes Häufchen Elend, inmitten des Baches, jämmerlich am zappeln und schreien. Glücklicherweise war ich noch nicht weit entfernt vom Stall, trabte sofort mit Bahadur zurück, setzte mich ins Auto und flitzte zurück. Glitt die Bachböschung hinunter und versuchte die Katze zu packen. Mittlerweilen schien sie doch sehr verstört, sie kratzte und biss mich mehrmals, bis ich sie endlich nehmen konnte. Ein winziges Katzenbündel. Was sollte ich damit nur machen? Wir hatten doch schon vier Katzen zuhause, so hab ich sie erstmal mit in den Stall genommen. Wir haben dann versucht sie im Pferdestall aufzupäppeln, aber irgendwie wurde ihr Zustand zusehends schlimmer, bis ich mich entschied, sie daheim gesund zu pflegen. Was soll ich sagen, es kam wie es wohl kommen musste! Dieses schwarze Katze bekam einen Namen - Cleopatra (passend zu Ramses) und als sie dann endgültig von allen Würmern und anderen Ungezeifern befreit war - konnte ich sie nicht mehr hergeben! Heute dankt sie mir das, wo sie kann. Sie ist meine grosse Schmusekatze und tröstet mich wenn es mir nicht gut geht und heitert mich mit Spielereien auf. Aber - sie ist eine kleine Zicke, eben doch eine geheime Prinzessin :-)

Cleo hat uns dann etwas überrascht, eigentlich wollten wir sie kastrieren, aber sie war schneller! Und brachte den kleinen Räuber zur Welt. Er war wirklich ein Räuber, der Name passte ungemein. Räuber war Roger's grosser Liebling, leider lebt er nicht mehr. Räuber schien sich in der Katzengruppe nicht immer sehr wohl zu fühlen und suchte deswegen immer wieder den Freigang - bis er von der Polizei überfahren wurde, die mit Karacho durch unsere Seitenstrasse fegte....

Kurz vor Weihnachten 1999 haben wir dann eine weitere Katze verloren, Zorro. Zorro war ein kurzfristiger Gast bei uns. Auch er ein Findelkind, vermutlich aus einem fahrenden Auto geworfen und sehr schwer verletzt. Wir haben Zorro mit nach Hause genommen und gesund gepflegt. Er war ein Wirbelwind und ein grosser Schmuser und hatte mein Herz im Nu erobert. Er verstand sich sehr gut mit unseren anderen Katzen und mit Räuber zusammen, waren die beiden ein unschlagbares Team was Dummheiten machen anbelangte.....auch Zorro wurde von einem Auto überfahren. Vermutlich war dies einfach sein Schicksal....auf jeden Fall durfte er noch ein tolles Jahr bei uns erleben. Obwohl Zorro nur so kurz bei mir war, hatte ich ihn sehr in mein Herz geschlossen und trauerte danach doch sehr lange.

Da kam meinem Mann die Idee und er ging gemeinsam mit mir zu einem Norweger-Züchter und ich durfte mir dort eine Katze aussuchen. Damals hiess sie noch Pukhina gefiel mir sehr gut. Wir haben sie dann 'günstiger' erhalten, weil sie dem Standard nicht so entsprach, sie war klein und ist bis heute nicht sehr gross geworden. Trotzdem lieben wir unsere Spookie wie sie bei uns heisst sehr! Sie ist manchmal wie ein Geist, irgendwie da und doch sieht sie niemand. Sie geniesst ihren Freigang in unserem Garten und begleitet uns auch manchmal auf den Hundespaziergängen...