|
Die Geschichte wie
ich zu Elektra kam, oder Gabi zu Bahadur als Deckhengst ist eine
Geschichte für sich! Fiorella sollte eigentlich ein Fohlen
von Rohdiamant zur Welt bringen, aber Fiorella hielt nichts von
künstlicher Befruchtung. Nahm sie zwar immer auf, so resorbierte
sie aber im dritten Monat. Gabi sah damals ein Inserat von Bahadur,
glücklicherweise mit einem Bild, welches Bahadur im starken
Trab (Gabi ist begeisterte Dressurreiterin und legt viel Wert auf
Dressurreiteigenschaften) zeigte und sie entschied sich, uns zu
besuchen. Ich erinnere mich noch gut, standen da spät abends
zwei Damen in unserer Haustüre und fragten nach Bahadur :-).
Spätestens als Gabi vor Bahadur stand, war für sie klar,
dies sollte der Vater ihres Fohlens werden. Fiorella wurde gerade
zweimal von Bahadur gedeckt, danach war sie tragend - und blieb
es!
11 Monate später
war es dann soweit. Ein schmales, hoch- und langbeiniges Etwas kam
zur Welt. Obwohl Gabi erst etwas entäuscht war (sie erhoffte
sich einen Rappen), dass es ein Fuchs war, mit vier weissen Beinen
- liebt sie heute Elektra über alles!
Dank Elektra entwickelte
sich eine wunderbare Freundschaft zwischen Gabi und mir und als
Elektra dann dreijährig war, durfte ich sie einreiten! Was
für ein Gefühl, die erste Tochter von Bahadur wurde von
mir eingeritten. Das schöne daran war, dass in Elektra die
Mutterstute für Gabi weiterlebte (sie ist leider sechs Monate
nach der Geburt Elektra's gestorben) und ich spüre wieviel
sie von Bahadur geerbt hatte. Elektra war bis dahin auch schon erfolgreich.
Wir zeigten sie zweijährig an der Beständeschau der ZAM
und sie konnte den Platz als Siegerin verlassen....was für
ein toller Erfolg, für uns alle !
Elektra machte (und
macht) auch reiterlich viel Spass und so war es für mich fast
selbstverständlich, dass ich sie auch an einigen Turnieren
zeigte um sie an die Atmosphäre zu gewöhnen. Es war erstaunlich
wie gelassen und souverän sie dies alles machte. Ok, die ersten
Starts waren ziemlich luftig, denn Elektra bockte erstmal immer
kreuz und quer über den Abreiteplatz. Aber schon bald, war
sie die Ruhe selber und zeigte sich ausserordentlich leistungsbereit
im Viereck. Sie lief so toll, dass ich mir dachte, zeigen wir sie
doch an Promotionsprüfungen Dressur und schaun mal, ob wir
uns für den Finale in Avenches qualifizieren können. Ein
hochgestecktes Ziel, haben wir doch erst im Mai damit angefangen!
Aber wir haben es geschafft! Ich war sehr stolz auf uns und ich
denke Gabi hat sich auch sehr darüber gefreut. Es war ein turbulentes
Jahr, dass wir mit einem zweiten Platz in der Stutenleistungsprüfung
in Kreuth/D beenden konnten.....Elektra ist mir in dieser Zeit enorm
ans Herz gewachsen und ich bin Gabi sehr dankbar, dass ich sie reiten
darf. Wollen wir hoffen, dass ich noch mehr solche tollen Erlebnisse
mit Elektra habe. Ausserdem tritt sie bereits ein klein bisschen
in die Hufstapfen ihres Vaters. Ich konnte sie bereits einige Male
im Geläden über Geländehindernisse springen. Auch
dort zeigte sie die souveräne Gelassenheit des Vaters und die
angeborene Sprungkraft ihrer Mutter - einzig, diese Gräben,
die könnte man echt weglassen, gell Elektra ;-)) ?! mittlerweilen
sind Gräben übrigens ganz toll....
Weiteres von Elektra
lest ihr im Tagebuch nach! Dann muss ich es nicht doppelt schreiben.....
oder auf der Seite
von Gabi
|
Elektra's Turniererfolge 2003
6. März, Möhlin, komb. Prüfung
B, 20. Rang (53)
10. August, Holziken, All Around Champion, Level C
30. August, Solothurn, B1, 41. Rang (55) |