OLH, Javenese oder Mandarin
Hier stellen wir die verschiedenen "Unterrassen" der Orientalen vor. Vielleicht für die, welche noch nie von den Orientalen oder Siamesen/Balinesen gehört haben:

Orientalisch Langhaar- (OLH/Mandarin und in Europa auch Javanese genannt) und Orientalisch Kurzhaar-Katzen gehören in dieselbe Gruppe wie die Siamesen und Balinesen. Letztere sind allerdings Maskenkatzen und haben blaue Augen. OLH’s und OKH’s sind ganzkörperlich eingefärbt und haben grüne Augen.

Der Körperbau der Orientalen, egal ob nun Lang- oder Kurzhaar, sollte schlank und zierlich (aber auf keinem Fall mager!) sein mit hohen Beinen, ovalen Pfötchen und einem deutlich langen peitschenförmigen Schwanz. Das Profil (Nasenrücken-Stirn-Übergang) sollte möglichst gerade und die Augen mandelförmig und orientalisch schräggestellt sein. Bei der Augenfarbe der Orientalen ist ein kräftiges und leuchtendes Grün erwünscht. Die Ohren sollten von angemessener Grösse und relativ tief angesetzt sein damit ein deutliches Dreieck entsteht und das Kinn darf keineswegs fliehend sein.

Farblich hat man bei den Orientalen ebenfalls viele Möglichkeiten, von ebony (schwarz) über havana (schokoladenbraun), zu blue (grau), lilac und weiss und auch cinnamon (zimt) und fawn (rehbraun). Und dann das Ganze noch in tabby (getigert), smoke (rauchig) und bicolor! Bei den Siamesen oder Balinesen wird bei der Farbbezeichnung noch das "point" hinzugefügt, dies bedeutet, dass die Katze nur an bestimmten "Punkten" (Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz) die eigentliche Körperfarbe aufweist. Jede Menge Auswahl!

Orientalisch Langhaar-Katzen und Balinesen haben keine Unterwolle und gehören theoretisch (genetisch gibt es nur Lang- oder Kurzhaar) zu den Halblanghaarkatzen. Ihr Fell ist sehr pflegeleicht, das heisst: weder OLH’s noch Balinesen muss man kämmen. Ihr Fell verfilzt nicht.

Zu den groben Fehlern gehören: sichtbare Missbildungen des Körperbaus, einhodige Tiere, Schielen, Knickschwanz und ein herausstehendes Sternum. Für die Zucht jedoch ist dann neben Liebe und Verantwortungsgefühl auch der Verstand und die Vernunft des jeweiligen Züchters gefragt!

Der Charakter und das Wesen der Orientalen ist mit einem Satz beschrieben: Sie sind äusserst verschmust und intelligent, bedingungslos treu, lieben ihren Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen, sind verspielt und lebhaft und manchmal vielleicht auch etwas aufdringlich, vor allem dann, wenn wir Menschen am Computer sitzen oder Zeitung lesen!

Mit freundlicher Genehmigung von Carla Bracher, Shamans Desires



und hier noch der WCF Standard der OLH:

KÖRPER
Die mittelgroße, elegante Katze ist schlank und muskulös. Der Körper ist langgestreckt und geschmeidig. Der Hals ist lang und schlank. Der Brustkorb und die Schultern sind nicht breiter als die Hüften. Die Beine sind lang und schlank, die Pfoten zart und oval. Der Schwanz ist sehr lang, bereits am Ansatz dünn und endet in einer Spitze (peitschenförmig).

KOPF
Der Schädel ist keilförmig. Der Keil beginnt an der Nase und verbreitert sich zu beiden Seiten in geraden Linien zu den Ohren. Die Nase ist lang und gerade, die Stirn flach. Das Profil ist leicht konvex geschwungen. Die Schnauzenpartie ist fein, das ausgeprägte Kinn verläuft in einer vertikalen Linie zur Nasenspitze.

OHREN
Die Ohren sind sehr groß mit breiter Basis und zugespitzt. Sie sind so gesetzt, dass sie die Seiten des Keils verlängern.

AUGEN
Die Augen sind mandelförmig und leicht schräg gestellt, so dass eine Harmonie mit der Keilform des Kopfes entsteht. Die Farbe ist ein intensives Grün, mit Ausnahme der weißen Tiere. Die weiße OSL hat grüne, blaue oder odd-eyed-farbene Augen.

FELL
Das Fell ist mittellang und glänzend. Es liegt glatt am Körper an. Es besitzt eine seidige Textur und keine Unterwolle. Der Schwanz ist fedrig behaart.

FARBEN
Alle Farben ohne Weiß sind anerkannt und die Beschreibungen sind der allgemeinen Farbliste zu entnehmen.

FEHLER
Mehr gelbe als grüne Pigmentierung der Augenfarbe schließt das CAC aus.